Dieter Zwicky

Hihi - Mein argentinischer Vater

Erzählung
Cover: Hihi - Mein argentinischer Vater
Edition Pudelundpinscher, Erstfeld 2016
ISBN 9783906061092
Broschiert, 168 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Mit der "Stanser Rede für Dieter Zwicky" von Werner Morlang . Vor - im biografischen Sinn - unermesslich vielen Jahren hat Zwickys leiblicher Vater eine konkrete Berufsofferte aus Argentinien ausgeschlagen und mit ihr gleich einen gesamten Lebenskontinent für die Familie. Das Buchprojekt "Hihi" weint dieser vertanen Chance offenkundig nicht nach; vielmehr lacht es über die ausgekochte Unmöglichkeit, Südamerikanismen als Vaters Leben irgendwie organisch eingewachsene Realitäten mehr als bloß ahnen zu können. Hihi - Mein argentinischer Vater überträgt der Sprache das vielleicht unzumutbare Geschäft, Ungelebtes darzustellen. Ein Vater, den es so nicht gibt, übersiedelt nach Argentinien und überantwortet seinen Sohn, den es auch als Autor nicht gibt, der gnadenlosen Freiheit, vom noch unerfundenen Leben in der Pampa ("Prärie") einigermaßen ausführlich zu berichten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.12.2016

Martin Zingg staunt Lebkuchen angesichts von Dieter Zwickys Erzählfuror, zu begutachten in dieser Erzählung, in der es sozusagen nur probeweise um einen nach Argentinien ausgewanderten Vater geht, dessen vermeintliche Abenteuer von seinem Sohn memoriert werden. Hat alles gar nicht stattgefunden? Von wegen. Derart farbig lässt Zwicky der Imagination hier freien Lauf, dass Zingg ihm bald alles abzunehmen gewillt ist. Zumal das Schräge, die erzählerische Finte, das fantastische Spiel hier Programm sind, wie der Rezensent weiß. Temporeich, wunderbar unsystematisch und von einer Gestalt, von einem Ort zum anderen springend, lässt der Autor laut Zingg gar nicht erst die Erwartung zu, es mit einem herkömmlichen literarischen Text zu tun zu haben. Alles ist möglich in dieser Erzählung, meint Zingg, deren 2015 verstorbener Autor ihm im Anhang auf berührende Weise vorgestellt wird.

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