Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Kevin Vennemann. Von einem der größten Kenner mit poetischer Nostalgie geschrieben, versammelt dieser Essay Erkenntnisse und Überlegungen über die japanische Kultur, der klassischen wie der modernen. Es sind die konzentrierten Beschreibungsversuche all dessen, was Donald Richie in den sieben Jahrzehnten seines Lebens in Japan durch Erfahrung und Beobachtung zu begreifen versuchte. Gegen Ende seines Lebens zieht er in seinem letzten Buch die Summe seines gegen alle Widerständigkeit erworbenen Wissens über seine lebenslange Liebe Japan. In einer Mischung aus westlicher Didaktik und traditioneller japanischer Formlosigkeit gelingt es ihm, die Essenz des japanischen Wesens zu fassen, das in dem Augenblick, in dem er es zu entdecken glaubt, im Verschwinden begriffen ist. Sein Bedauern über die im 20. Jahrhundert tief in die japanische Tradition eingreifende Kultur des Westens verleiht ihnen eine eigentümliche Dringlichkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2020
Rezensentin Irmela Hijiya-Kirschnereit erntet durchaus anregende Lesefrüchte in Donald Richies sehr persönlichem Japan-Buch. Doch leider plaudert der Japan-Kenner allzu wenig aus eigener Anschauung, findet die Rezensentin. Die stattdessen angehäuften Beobachtungen, Termini und Auszüge aus japanologischen Studien erscheinen der leicht überforderten Leserin wie ein "umgestülpter Zettelkasten", Richies assoziatives Verfahren, das Informationen anhäuft, sie aber nicht verbindet oder erschließt, lässt sie zu häufig ratlos zurück.
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