Der Band ist die erste Monografie über den Kunsthistoriker Ernst Steinmann (1866 - 1934), von 1903 bis 1911 Direktor des Großherzoglichen Mu-seums zu Schwerin, bekannt jedoch als erster Direktor der Bibliotheca Hertziana in Rom. Dieses Forschungsinstitut wurde 1912 auf den Wunsch von Henriette Hertz (1846 - 1913) gegründet, die zu diesem Zweck ihre Bibliothek und den Palazzo Zuccari der neugegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft testamentarisch vermacht hatte. Neben seinen Forschungen zur Sixtinischen Kapelle und zu Michelangelo widmete Steinmann sein Lebenswerk der Hertziana, die er in politisch angespannten Zeiten neben den damals in Italien bereits bestehenden deutschen Einrichtungen etablieren konnte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2003
Andreas Beyer, Ordinarius für Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Basel, stellt dieser aus einer Dissertation hervorgegangenen Studie ein ungnädiges Zeugnis aus: Ernst Steinmann und die Bibliotheca Hertziana, eine verdienstvolle und ob ihrer antimodernistischen "Vergangenheitsseligkeit" zugleich umstrittene Institution, die den Beginn der deutschen kunstgeschichtlichen Forschung markierte - dieses Thema hätte doch Anlass geboten, Entstehung und Selbstverständigung einer Disziplin und damit zugleich eine ganze Epoche "wie unter dem Brennglas" zu betrachten. Doch leider komme die Autorin, die zumindest "gründlich recherchiert" habe, über eine "unkommentierte Nacherzählung der Fakten" nicht hinaus, konstatiert Beyer. Ohne noch allzuviel auf Tesches Dissertation einzugehen, nutzt Beyer im folgenden die ihm von der FAZ zugestandenen Zeilen, um Geschichte und Einfluss der Bibliothek zu skizzieren. Durchaus anregend ist sein Artikel! Beyer hätte die Diss selber schreiben sollen.
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