Lars Fiske

Grosz

Cover: Grosz
Avant Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783964450005
Gebunden, 80 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Nach Olaf Gulbransson und Kurt Schwitters ist Grosz die lang erwartete dritte Künstlerbiografie des norwegischen Autors Lars Fiske. George Grosz (1893-1959) war deutscher Dada-Künstler und Vertreter der Bewegung der Neuen Sachlichkeit. In dieser grafischen Biografie zeigen kantige Linien ein Leben im Berlin der 20er Jahre und lassen eine einzigartige Dynamik entstehen. Zwei Farben begleiten die Erzählung: Rot für Berlin, für Strenge und Ordnung, Grün für Jazz und den Rhythmus New Yorks, wo Grosz sein Exil verbrachte. Fiskes nachdenklicher Grosz ist weit entfernt von anderen Künstlerbiografien, ob in grafischer oder in Schriftform. Es ist ein Kunstwerk für sich.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.05.2019

Rezensent Ralph Trommer glaubt, dass George Grosz selbst seine Freude an dieser Biografie zu seiner Person in Form einer Graphic Novel gehabt hätte. Lars Fiske eignet sich Grosz' zeichnerischen Stil so gekonnt an, lobt er, dass die LeserInnen dem Künstler nicht nur durch die Vergegenwärtigung seiner wichtigsten Lebensstationen, sondern auch durch die Bilder selbst näher kommen können. Dieser Kniff hebt die Comic-Biografie in Trommers Augen noch einmal deutlich aus der Flut solcher Werke heraus und macht ihren besonderen Charme aus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2019

Kunst und Comic, das ist eigentlich eine natürliche Verbindung, denkt sich Rezensent Christian Gasser und wird in dieser Meinung neuerdings von Kunstmuseen bestätigt. Die Frage ist jedesmal, wie geht der Comic-Künstler mit der Kunst um: Imitiert er den Stil des Künstlers? Bleibt er bei seinem eigenen, setzt er die Kunst als Zitat ein? Was alles möglich ist, findet Gasser wunderbar veranschaulicht in drei - wie er findet: großartig gelungenen - Comic-Künstlerbiografien: Typex' "Andy", Lars Fiske "Grosz" und  Catherine Meurisses "Olympia in Love". Der norwegische Comiczeichner Lars Fiske arbeitet in seiner George-Grosz-Biografie mit den Mitteln des deutschen Künstlers. Sein expressionistischer Strich hat durchaus Ähnlichkeiten mit dem von Grosz, ist ebenso karikaturistisch und manchmal geradezu slapstickhaft, meint Gasser. Das funktioniert ganz prächtig, versichert er, denn als "cleveres Pastiche" schildert es den Meister durchaus kongenial, lobt er.

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