Aus dem Englischen von Michaela Grabinger. Ob Erdoğans Türkei, die Brexit-Entscheidung oder eine weitere europäische Wahl, die Rechtspopulisten neue Rekordwerte eingebracht hat: Populismus ist zur globalen Krankheit geworden. Mit seismographischem Gespür fahndet Ece Temelkuran nach seinen Ursachen und macht sieben wiederkehrende Schritte aus, zu denen Möchtegern-Diktatoren in aller Welt greifen, um an die Macht zu gelangen. Nachdrücklich schärft sie uns den Blick und lässt uns antidemokratische Tendenzen beizeiten erkennen. Ihr Buch ist eine eindringliche Aufforderung, ins Gespräch zu kommen über das, was notwendig ist, wenn wir weiterhin friedlich zusammenleben wollen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2019
Ece Temelkuran war eine erfolgreiche Autorin, Kolumnistin und Moderatorin, bis sie 2011 nach Kritik an einem türkischen Militärschlag ihren Job verlor, weiß Christiane Schlötzer. Mit dem "Phantomschmerz der Heimat-Amputierten" verfolgt sie seitdem aus dem Zagreber Exil, wie die Türkei immer unfreier und autoritärer wird, berichtet der Rezensent, wobei sie solche Tendenzen auch außerhalb der Türkei erkennt: Donald Trump, der Brexit, die Entwicklungen Polens und Ungarns verweisen auf das Wachsen populistischer Strömungen, die Temelkuran mit Sorge und Bitterkeit beobachtet, meint Schlötzer. Insofern trifft der englische Originaltitel des Buches - "The Seven Warning Signs of Rising Populism" - die Sache genauer als der deutsche, denn um klassische Diktaturen geht es bei Temelkuran gerade nicht, stellt der Rezensent fest.
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