Deutsch und mit Anmerkungen von Rainer G. Schmidt. Herausgegeben von Norbert Wehr. Mit Texten von Miron Bialoszewski, Esther Kinsky, Miron Bialoszewski, Ingo Schulze und William H. Gass.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.11.2005
Zu Dank verpflichtet ist Uwe Pralle dem Übersetzer Rainer G. Schmidt, der mit seiner auszugsweisen Übertragung des bisher noch nicht in deutscher Sprache erhältlichen Versepos "Clarel" den "größten weißen Fleck" in Herman Melvilles Spätwerk "immerhin teilweise" gefüllt hat. Zwar beschränke sich Schmidt auf die ersten beiden Teile des insgesamt achtzehntausendzeiligen Werks, doch auch so werde hinreichend deutlich, dass Melville mit "Clarel " nicht weniger als ein Kompendium der religiösen, politischen und philosophischen Strömungen der amerikanischen 1870er Jahre beabsichtigte. Die Bandbreite der vor dem Hintergrund einer Pilgerreise ins Heilige Land ausgeführten Gedanken beeindruckt den Rezensenten tief und die Frage nach der Vielfalt der religiösen Anschauungen und deren gemeinsamer Basis beweist ihm wieder einmal, dass Melville unter den frühen amerikanischen Klassikern der "abgründigste Metaphysiker" war. Leider sei "Clarel" als "literarisches Fresko" angelegt, dessen Gesamtbild sich erst aus der Lektüre der einzelnen an Details überreichen Passagen ergebe. Die vorliegende Auswahl ermögliche diese Erfahrung "natürlich" nicht.
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