Mit Fotografien von Alexander Kornhuber. Latife geht als Polizistin auf Patrouille, die Kinderärztin Vjosa setzt sich als Mitglied der Übergangsverwaltung für Demokratie und Gleichberechtigung ein, Jeta studiert in London Kriegswissenschaften und Adifete berät in Bern ihre Landsleute, die nach Kosova zurückkehren. Fünfzehn Porträts zeigen, wie Frauen in Kosova den Krieg überlebt haben und den harten Nachkriegsalltag bewältigen. Elisabeth Kaestli lässt sie von ihren schwierigen Erfahrungen erzählen, aber auch von dem, was ihnen Kraft, Selbstvertrauen und Mut verleiht. Ergänzt mit Hintergrundtexten, vermittelt das Buch einen Einblick in die kosova-albanische Gesellschaft, ihre Kultur und ihre aktuellen Probleme.
Die Rezensentin Christine Apel wünscht dieser Porträtsammlung viele Leser und Leserinnen und bedauert darum, dass das Buch nicht früher erschienen sei, als das Thema Kosovo noch die Schlagzeilen bestimmte. Ihr gefällt es sehr, dass die Schweizer Journalistin hier fünfzehn Kosova-Albanerinnen zu Wort kommen lässt, die durch ihre Alltagsschilderungen zeigen, dass sie nicht Opfer des Krieges sind, sondern "mutige, engagierte Frauen", die ihr "Schicksal in die Hand" nehmen. Diese unterschiedlichen Frauen - unter anderem Hausfrauen, Studentinnen, eine Polizistin, eine UCK-Kämpferin, eine Stickerin, eine Ärztin - haben Selbsthilfegruppen gegründet, Beratungsstellen eingerichtet und vieles mehr. Doch der Band räumt nicht nur mit einigen Vorurteilen über Frauen im Kosovo auf, er liefert darüber hinaus wichtige Hintergrundinformationen, Fotos und Karten, lobt Apel.
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