Europa ist ein Lernprozess. Dies gilt für interne Konflikte wie die Verfassungsfrage; das gilt erst recht für den Umgang mit europäischen Krisenregionen. Permanent stehen die frozen conflicts - die "eingefrorenen" Konflikte wie im Kosovo oder in Bosnien - auf der Tagesordnung. Doch warum geht die EU mit diesen so leichtfertig um? Weshalb schafft sie keine Ordnung im europäischen Haus? Wieso entwickelt sie nicht Instrumente des Krisenmanagements, ganz zu schweigen von einer gemeinsamen Außenpolitik? Falls die Europäer weiterhin versagen, wird es noch mehr Krisenherde und noch schärfere Konflikte geben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.11.2007
Lobend äußert sich Christian Jostmann über Erhard Buseks Plädoyer für ein besseres europäisches Krisenmanagement. Er würdigt den Autor, der seit 2002 Chef des Stabilitätspaktes für Südosteuropa ist, als Kenner der Materie. Dessen Forderung einer eigenständigen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik auf Augenhöhe der USA scheint ihm durchaus plausibel. Dabei begrüßt er vor allem, dass Busek nicht nur die Schwächen von gegenwärtigen militärischen und zivilen Einsätzen der EU analysiert, sondern auch konstruktive Verbesserungsvorschläge macht.
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