Ernst Peter Fischer

Durch die Nacht

Eine Naturgeschichte der Dunkelheit
Cover: Durch die Nacht
Siedler Verlag, München 2015
ISBN 9783886808380
Gebunden, 240 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Jedes Licht braucht die Dunkelheit, um aus ihr zu entspringen, so wie ein Laut erst hörbar wird durch die Stille der Welt. Und das Gleiche gilt für das Leben, die menschliche Existenz überhaupt: Die Nacht ist es, die alles werden lässt. Der Heidelberger Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer entfaltet in seinem neuen Buch ein facettenreiches Panorama der Nacht, das vom Anbeginn der Welt bis in unsere Gegenwart reicht. Wie entsteht Licht? Wie können wir die Farbe Schwarz wahrnehmen? Aber auch: Warum haben wir Angst im Dunkeln? Woraus bestehen unsere Träume? Und ist die Nacht auch für das Böse in uns verantwortlich? Auf anregende, lustvolle Weise beleuchtet, ja illuminiert Ernst Peter Fischer die Nacht und führt uns durch ihre Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.03.2016

Dem Trend zur Entnachtung und zur Abschaffung des Schlafes sieht Rezensent Ludger Lütkehaus kritisch entgegen. Gut passt ihm daher Ernst Peter Fischers Versuch einer Geschichte der Nacht in den Kram. Der Autor, Wissenschaftshistoriker und laut Rezensent eloquenter Popularisator, leuchtet ihm hier allerdings mit Redundanzen und Widerholungen heim. Und mit einer Lütkehaus nicht eben begeisternden Philosphenschelte. Davon abgesehen aber kommt Fischers Naturgeschichte der Dunkelheit mit Themen wie Schlafforschung, Lebensrythmen und Säftelehre angenehm vielseitig daher, meint der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.02.2016

Selten hat Florian Welle so viel über die Nacht und die Dunkelheit erfahren wie in diesem herrlichen Buch, das nicht nur interessant, sondern zudem auch witzig, zitat- und wortspielreich geschrieben ist. Bei Ernst Peter Fischer lernt der Kritiker etwa, dass die Nacht erst seit dem Barock nicht nur der Erholung und Fortpflanzung, sondern auch der Unterhaltung diente. Aufmerksam liest Welle auch die Ausführungen über die nächtlichen Aktivitäten des menschlichen Gehirns. Dieses grandiose Buch verspricht schlaflose Nächte, verspricht der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2015

Wolfgang Krischke wäre lieber verschont geblieben von Ernst Peter Fischers kalenderspruchseligen Betrachtung der Nacht und der Dunkelheit. Allzu selten gelinge es dem Autor, naturwissenschaftliche Sachverhalte eingängig, aber mit Genauigkeit zu präsentieren, so bei den astrophysikalischen Ursachen der Dunkelheit. Allzu oft, meint Krischke, streift der Autor die Aspekte nur, um möglichst alles zum Thema Passende mitzunehmen, Sozial- und Kulturgeschichte, Schlaf- und Sexualgewohnheiten, Traumdeutung, Kunstgeschichte, Religion, Kriminalität. Schlimm findet Krischke zudem den menschelnden Ton, den der Autor anstimmt, wenn er auf Liebe und Sexualität zu sprechen kommt, seinen Themen wird der Autor laut Rezensent so jedenfalls nicht gerecht, und seine Folgerungen findet Krischke im Ganzen wenig überzeugend.
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