Alle reden von Fakes - Ernst Volland hat sie zur aufklärerischen Kunstform entwickelt. Er schlich sich in die Post von Kardinälen und Bischöfen, fragte nach Gott und Teufel, foppte amerikanische Botschafter und schonte weder die politische "Elite" in Deutschland noch die Edelfedern der Presse. Ein hintergründiger Humor, der erhellenden Spaß macht.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.05.2021
Rezensentin Bettina Baltschev lässt sich von Ernst Volland in die vordigitale Kunst des Fake einführen. Vordigital, weil Blatschev erfährt, wie der Autor einen Fettstuhl von Beuys kopiert oder in den 1980er Jahren in Berlin als fiktiver Künstler Blaise Vincent eine neue Kunstrichtung ausruft, mit Erfolg. Staunen kann Baltschev auch über andere verblüffende Storys im Band, etwa über Julian Schnabel. Worum es dem Autor in Wahrheit zu tun ist, ahnt sie aber auch: Indem er das Markenmäßige der Gegenwartskunst anprangert, möchte Volland ihre subversive Kraft reaktivieren, meint die Rezensentin.
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