Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.03.2000
Die Körpermetapher in den Theorien über Staat und die Gesellschaft seien zum Beispiel in Begriffen wie "Verfassungsorgan" bis heute erhalten, schreibt Caroline Pross über das Buch der italienischen Forscherin. Pross findet es sehr verdienstvoll, dass sich die Autorin auf die Suche nach den Ursprüngen dieser Metaphorik begibt, die sie in der deutschen politischen Romantik findet, etwa bei Novalis oder Adam Müller. Interessant findet Pross in ihrem Referat des Buchs die Verknüpfung dieses Denkens "mit den aufkommenden Natur- und Lebenswissenschaften des 19. Jahrhunderts". Auch Spuren des modernen Rassismus, der die Juden oder andere Nationalitäten als "Fremdkörper" definiert, hätten hier Ursprünge.
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