Eher unwegsames, theoretisch eher höher gelegenes Gelände hat Dietmar Kammerer mit diesem Sammelband betreten, das ahnt man gleich. Der Band versammelt einundzwanzig Beiträge, die nach Informationen des Rezensenten über mehrere Jahre im Rahmen verschiedener interdisziplinärer Diskussionen entstanden sind. Eher locker ist also der Zusammenhalt der Texte, die sich mit Film, Avantgarde und Biopolitik im weitesten Sinne auseinander setzten und mit viel Foucault und Agamben im Gepäck die Möglichkeiten erkunden, das Leben abzubilden, mit der Kunst zu versöhnen oder gegen ökonomisch Optimierungen zu verteidigen. Kammerer erwähnt Beiträge von Thomas Elsässer, Hito Steyerl oder Astrid Deuber-Mankowsky und gibt zu verstehen, dass der Großteil der Texte nur für theoretisch fundierte Leser geeignet ist, ein Kompliment, das wir gern auch an den Rezensenten selbst richten.
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