Mit 65 Abbildungen. Mit Beiträgen von Dirk Löhr, Bart Lootsma, Sylvia Claus, Giovanni la Varra, Franziska Eichstädt-Bohlig, Tanja Herdt, Laura Weißmüller u.a.. Unser Umgang mit Grund und Boden beeinflusst Architektur und Stadtentwicklung maßgeblich. Im letzten Jahrzehnt haben die Privatisierung von urbanem Boden sowie die Spekulation damit dramatisch zugenommen. Viele europäische Städte, die einem hohen Entwicklungsdruck unterliegen, verfügen selbst über so gut wie keinen baufähigen Bodenvorrat mehr. Angesichts der akuten Wohnungsnot stellt sich somit die Bodenfrage erneut: Inwiefern vermögen wir es, Boden als gemeinschaftliches Gut zu behandeln und ihn den Exzessen des Kapitalismus zu entziehen? Nachdem sich bereits zahlreiche Fachmagazine dem Thema angenommen haben, möchte "Architektur auf gemeinsamem Boden" dieser Frage umfassend auf den Grund gehen, indem es einen historischen Überblick liefert und dabei den Bogen von Henry George bis in die gegenwärtige Zeit spannt. Interviews mit globalen Akteuren geben Aufschluss über den heutigen Umgang mit der Bodenfrage. Das Buch zeigt herausragende Projekte, denen entweder eine rechtliche oder eine räumliche Trennung von Grund und Boden zugrunde liegt, und liefert somit einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über eine nachhaltige Bodenpolitik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.04.2020
Laut Rezensent Michael Mönninger schießen die Autoren in der vom Architekten Florian Hertweck herausgegebenen Streitschrift sich mitunter selbst ins Bein, wenn sie versuchen, der Unterversorgung und Überteuerung von Wohnraum mit Hinweis auf die Bodenreformbewegung im 19. Jahrhundert zu begegnen. Der Anarchokampf von Bakunin und Co. scheint Mönninger ebenso fragwürdig wie die herangezogenen Beispiele aus China für ein Lob des Erbbaurechts. Der im Band dominante "Herz-Jesus-Marxismus" widerstrebt Mönninger außerdem wegen seiner Ausblendung von Wohnraum als Wirtschaftsgut. Ökonomische und juristische Argumente sucht er im Band vergebens. Was er liest, scheint ihm mehr auf einen Systemwechsel zu zielen als auf bezahlbare Wohnungen.
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