Hans-Jochen Vogel

Mehr Gerechtigkeit!

Wir brauchen eine neue Bodenordnung - nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar
Cover: Mehr Gerechtigkeit!
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2019
ISBN 9783451072161
Kartoniert, 80 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Bezahlbarer Wohnraum ist das soziale Thema unserer Zeit. Immer mehr Menschen stellt sich die bange Frage, wie lange sie sich ihr Heim noch leisten können. Nicht nur in Großstädten zeigen die Preise nur noch nach oben. Die bisherigen politischen Maßnahmen, wie etwa die Mietpreisbremse, erweisen sich als stumpfes Schwert im Kampf gegen die scheinbar unaufhaltsame Verteuerung des Wohnens. Den eigentlichen Grund hinter den steigenden Preisen hat lange Zeit kaum jemand wahrgenommen: nämlich die explosive Steigerung der Baulandpreise. Erst Hans-Jochen Vogels beharrlicher Kampf setzte das Thema wieder auf die Tagesordnung: Die massive Spekulation mit steigenden Grundstückspreisen führte deutschlandweit in den letzten Jahrzehnten zu einer Erhöhung der Baulandpreise um 1900 Prozent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2019

Jochen Zenthöfer liest das Buch des früheren Münchner Oberbürgermeisters, Ex-Bürgermeisters von Berlin und ehemaligen SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel über die gerechte Verteilung des Bodens mit Interesse. Vogels Wut über die Spekulation mit städtischem Bauland kann der Rezensent verstehen. Den Einsatz des Autors für eine Bodenrechtsreform hält er für eine typisch sozialdemokratische Sache, sympathisch und was die Vorschläge gegen die Preisspirale betrifft (Grundgewerbesteuer fixieren, Grundsteuer C einführen) nachvollziehbar.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.11.2019

Grund und Boden sind keine Ware, sondern Grundvoraussetzung menschlicher Existenz, lernt Rezensent Bernd Kastner von SPD-Urgestein Hans-Jochen Vogel, und weil sie unvermehrbar sind, dürfen sie nicht länger Objekt von Spekulation bleiben. Der Rezensent liest in dieser Streitschrift des einstigen Parteivorsitzenden und Münchner Oberbürgermeisters, zu welchen Ungerechtigkeiten die leistungslosen Gewinne aus dem Bodenbesitz führen: Um sage und schreibe 39.900 Prozent seien die Bodenpreise in München seit 1962 gestiegen, Gewinne aus Immobilienverkäufe müssen nach einer Frist von zehn Jahren nicht versteuert werden, achtzig Prozent der Neubaukosten fallen auf den Kauf von Grund und Boden. Kastner kann nicht glauben, wie wenig Mitstreiter Vogel in seinem jahrzehntelangen Kampf um eine andere Ordnung der Bodenfrage gefunden hat. Er findet Vogels Schrift so dringlich wie schlagend.

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