Frank Noack hat für diese erste ausführliche Biographie zahlreiche Mitarbeiter und Familienangehörige des Regisseurs befragt, bisher unbeachtete Dokumente ausgewertet und Harlans Filme mit eigenen Augen betrachtet. Seine Biografie analysiert die Wechselwirkung zwischen Harlans Privatleben und seinen Filmen und beschreibt auch die bisher völlig ignorierte Zeit als Schauspieler.
Bei allem "unleugbaren Verdienst" des Buches hat Cristina Nord doch etwas auszusetzen. Geschmälert werden die vorgestellten "erstaunlichen Ergebnisse" über den Nazi-Propagandafilmer Veit Harlan ihrer Meinung nach durch ein Zuviel des Versuchs, diesen "gegen Verfemung in Schutz zu nehmen". Der Autor ziele zwar nicht auf eine Absolution der Person, wohl aber auf eine Ehrenrettung des Künstlers Harlan. Das zu diesem Zweck zusammengetragene entlastende Material, erklärt Nord, widerspricht sich jedoch mitunter. So neige der Autor etwa dazu, von der Regie unabhängige Instanzen für die fragwürdige Ausrichtung eines Films verantwortlich zu machen und diese Ausrichtung zugleich zu bagatellisieren. Das eigentliche Problem vermutet die Rezensentin in der Kategorie der Schuld: Schuld und Kunst nämlich bildeten in diesem Buch ein "diffuses Gegensatzpaar".
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