Menschen hinter Gittern: Wie leben sie? Wie sieht ihr Alltag aus? Und was genau geschieht im Gefängnis "im Namen des Volkes"? Wollen wir überhaupt wissen, was aus den Menschen wird, nachdem sie als Straftäter verurteilt und weggesperrt worden sind? Und was ist mit den Frauen und Männern, die als Personal in den Anstalten Dienst tun - oft ebenfalls lebenslänglich? Joachim Walter war u.a. stellvertretender Leiter der Strafvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim und Leiter des Jugendstrafvollzugs in Pforzheim und Adelsheim. Aus seiner jahrzehntelangen Berufserfahrung erzählt er lebendige, aber immer wahre Geschichten über die Menschen im Gefängnis - Gefangene wie Bedienstete - und überlässt es den Leserinnen und Lesern, sich selbst ein Urteil über Sinn und Unsinn des Strafvollzugs zu bilden. Mit Zahlen und Fakten zum deutschen Strafvollzugssystem, die wir alle kennen sollten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.08.2025
Ulfrid Kleinert hat selbst lange im Justizvollzug gearbeitet und rezensiert nun Joachim Walters Buch über dessen Arbeit als Anstaltsleiter in baden-württembergischen Gefängnissen: Menschlich-zugewandt schreibt dieser vor allem darüber, wie es gelingen kann, einen humaneren Strafvollzug zu gestalten und von der Totalität der Institution wegzukommen. Kleinert freut sich, dass Walter "freimütig Wege aufzeigt" und seine Schilderungen höchst lebendig gestaltet. Gerne hätte er noch etwas mehr darüber erfahren, wie es gelingt, eine pädagogische Beziehung zu Häftlingen aufzubauen, besonders lobenswert ist ihm zufolge aber auch das Kapitel über die Schattenseiten der Justiz im Zusammenhang mit der RAF. Der Kritiker empfiehlt das Buch nicht nur an Juristen gerne weiter.
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