Friedrich Carl von Savigny

Vorlesungen über juristische Methodologie 1802-1842

Band 2
Cover: Vorlesungen über juristische Methodologie 1802-1842
Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN 9783465033349
Kartoniert, 315 Seiten, 54,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben und eingeleitet von Aldo Mazzacane. Unentbehrlich für das Verständnis der theoretischen Fundamente des Denkens Savignys sind die Vorlesungen über Methodologie, die er regelmäßig, vierzig Jahre lang, zunächst als eigenständigen Kurs, später im Rahmen der "Einleitungen zu den Pandekten", hielt. Seine Aufzeichnungen zur Methode werden in dieser zweiten Auflage um neue Texte ergänzt, insbesondere durch die nach den neuen philologischen Kriterien, die neuere Savigny-Editionen gesetzt haben, revidierte Juristische Methodenlehre. Die Einleitung kommentiert den Funktionswandel von "Methodologie": Aus einem Bestandteil der Enzyklopädie" wird sie im Laufe der Vorlesungen Savignys zu einem Konzept, das die Jurisprudenz als Wissenschaft begründet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2004

Gerd Roellecke würdigt Friedrich Carl von Savigny als denjenigen, der in der Rechtswissenschaft den Schritt vollzogen hat, den Luther für die Religion und Adam Smith für die Ökonomie gegangen sind. Jedes Mal, schreibt er, ging es um die "relative Verselbständigung der Systeme gegeneinander und im Verhältnis zur Gesellschaft". Wie Savigny den "Wandel von der ständischen zur funktionsorientierten Gesellschaft" in seiner Disziplin einleitete, erläutert der Rezensent an dessen "hochmoderner" Auffassung von Interpretation als "selbstbezüglich", also "als etwas, dessen Wahrheit sich im wissenschaftlichen Diskurs bestätigen muss". In den chronologisch geordneten Vorlesungsnotizen könne der Leser nachträglich am Vollzug dieser "weltgeschichtlichen Wende" in der Rechtswissenschaft teilnehmen - sofern er denn ein klein wenig Vorwissen mitbringt. Denn auf Laien nimmt Aldo Mazzacane in seiner "umfangreichen, einfühlsamen und erklärungsstarken" Einleitung keine Rücksicht. Doch Roellecke verrät einen Trick: Zuerst die Mitschriften lesen, die Jacob Grimm von den Vorlesungen Savignys angefertigt hat, diese dann mit den zeitgleichen Notizen des Professors vergleichen - und dann könne man auch die Erläuterungen des Herausgebers verstehen.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Beliebte Bücher

Norbert Gstrein. Im ersten Licht - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Norbert Gstrein: Im ersten Licht
Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…
Jana Hensel. Es war einmal ein Land - Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet. Aufbau Verlag, Berlin, 2026.Jana Hensel: Es war einmal ein Land
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun…
Robert Menasse. Die Lebensentscheidung - Novelle . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Robert Menasse: Die Lebensentscheidung
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…