Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger. Zwei Männer kommen auf sehr unterschiedliche Art zu Wohlstand und riskieren alles, als sie ihn zu verlieren drohen. Harold Lunde hat seine Kunden sein Leben lang mit Möbeln versorgt. Doch dann muss er seine Firma wegen der übermächtigen Konkurrenz von Ikea schließen. Aus Rache beschließt Lunde, den Ikea-Gründer Ingvar Kamprad zu entführen. - Sein Sohn Arvid verdient neben seiner Arbeit als Lehrer Millionen an der Börse. Er führt ein Yuppieleben mit hübscher Frau und teuren Autos. Dann wird er vom Börsencrash erwischt. Als seine Frau ihn verlassen will, beschließt er, seine Schulden durch Banküberfälle wettzumachen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.09.2012
Frode Gryttens Roman "Ein ehrliches Angebot" ist eigentlich gar kein Roman, sondern "eine Art Prosa-Triptychon", klärt uns Katharina Granzin auf. Die deutsche Ausgabe enthält nur die ersten beiden Elemente, das dritte sei weggelassen worden, weil es darin zu sehr um norwegische Politik gehe. Die Rezensentin kann diese editorische Entscheidung nachvollziehen und freut sich, dass diese zwei Geschichten überhaupt in deutscher Sprache - ein ausdrückliches Lob geht an die Übersetzerin Ina Kronenberger - erscheinen. Die erste Geschichte, der die Rezensentin erheblich mehr Aufmerksamkeit widmet als der zweiten, handelt von einem alten norwegischen Möbelhändler, der nach Schweden reist und in einer Übersprungshandlung den IKEA-Gründer Ingvar Kamprad entführt. Granzin ist hingerissen von Gryttens melancholischem Humor und seiner Prosa, die "mit einem kleinen Lächeln winzige Absurditäten von den Wegrändern des Lebens aufsammelt".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2012
Aldo Keel kann nicht glauben, dass der Verlag dem deutschen Publikum einfach den dritten Teil von Frode Gryttens Trilogie vorenthält. Für Keel verliert der Roman damit sein Schlussfeuerwerk, seine Krönung, seinen Witz. Die verbliebenen zwei Teile, in denen Grytten die gesellschaftliche Entwicklung Norwegens und insbesondere die der Sozialdemokraten im Land ab den achtziger Jahren anhand dreier Generationen der Familie Lunde erzählt, liest Keel als politische Kolportage. Auf- und Abstieg des eines Zeitgeistpolitikers tiefroter Färbung im Stile Peer Gynts, wie Keel findet. Zugleich, meint er, umgibt das Buch ein Hauch von Nostalgie.
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