Herausgegeben von Harald Welzer, Dana Giesecke und Luise Thürauf. Alternativlos? Gibt es nicht. Der zweite FUTURZWEI-Zukunftsalmanach erzählt in 83 Geschichten von gelebten Gegenentwürfen zur Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung. Das Schwerpunktthema ist Material es geht um Rohstoffgewinnung und Güterproduktion, um Hyperkonsum und Abfall. Der Blick richtet sich auf das Politische und wie immer ins FUTURZWEI: Werden wir für ein Weniger an Stoff, Konsum und Ungerechtigkeit bereit gewesen sein? Fünf Schriftsteller erzählen, wie in naher Zukunft mit Rohstoffen und Konsumprodukten umgegangen werden könnte.
Den von Harald Welzer und seiner Stiftung "Futurzwei" herausgegebenen "Zukunftsalmanach" hat Rezensent Peter Unfried mit Gewinn gelesen. In den Essays des Sozialpsychologen, dem laut Unfried erfreulicherweise der ökologische "Stallgeruch" fehle, liest der Kritiker von Menschen, Projekten und Unternehmen, die durch ihren sorgsamen Umgang mit Energie, Material und Konsum die globale Ungerechtigkeit verringern. Welzer fordere nicht nur die Zivilgesellschaften zum Handeln auf, sondern nenne auch Lösungsstrategien, etwa eigenverantwortliche Deprivilegisierung oder eine Politisierung der Nachhaltigkeitsdebatte, so der Rezensent, der nach der Lektüre Vertrauen in die Arbeit der "Avantgarde" setzt.
Freundlich, aber skeptisch bespricht Rezensentin Christiane Grefe diesen Band, der zum einen Harald Welzers FAZ-Kolumnen zum nachhaltigen Wirtschaften zum anderen weiterführende Texte enthält. Die von Welzer vorgestellten Initiativen zum Selbermachen, sein Vertrauen auf eine zum Verzicht geneigte Zivilgesellschaft findet Grefe sympathisch. Aber ob "mehr Tomaten auf dem Dach" wirklich reichen, um den so raffinierten Kapitalismus zu besiegen, bezweifelt sie doch.
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