Sicherlich haben Sie sich auch schon einmal gefragt: Ist das noch Kunst? Oder schon Kitsch? Wie erkenne ich? Kunst und Kitsch geht auf unterhaltsame Weise der Frage nach, was Kitsch überhaupt ist und untersucht anhand zahlreicher Bildbeispiele, wie sich Künstler mal direkt, mal ironisch unterschiedlichster Kitschelemente bedienen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2006
Jürgen Kaube hat so seine Zweifel. Brauchen wir wirklich ein Buch, um zwischen Kunst und Kitsch unterscheiden zu können? Offensichtlich trifft der Band auf ein weit verbreitetes Bedürfnis, was auch Kaube einräumt. So beginnt er seine Besprechung mit ausholenden Überlegungen über die gegenwärtige boomende "Orientierungsindustrie", die hoffnungslos überforderten Menschen in einer überkomplexen Welt mit didaktischen Hinweisen beistehen will. Angesichts der Komplexität der Welt der Kunst scheint ihm das Buch dann auch berechtigt. Die Aufklärung, die es über die Herkunft des Begriffs Kitsch bietet, findet er erhellend. Ebenso die Auflistung zahlreicher Kriterien - "Kommen Hirsche vor?" -, mittels derer man Objekte als Kunst oder als Kitsch identifizieren können soll. Allerdings werden Merksätze wie "Kitsch schafft nie Neues, sondern bedient sich bei der großen Kunst" der Wirklichkeit der Kunst seines Erachtens nicht wirklich gerecht, schließlich bedient sich auch große Kunst ständig bei der großen Kunst.
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