Geiko Müller-Fahrenholz

In göttlicher Mission

Politik im Namen des Herrn - Warum George W. Bush die Welt erlösen will
Cover: In göttlicher Mission
Knaur Verlag, München 2003
ISBN 9783426777220
Kartoniert, 187 Seiten, 7,90 EUR

Klappentext

Unverblümt bezeichnet George W. Bush sich als "wiedergeborener" Christ. Er glaubt, dass er nur deshalb im Oval Office sitzt, weil er zu Gott und Gott zu ihm gefunden hat. Er fühlt sich zu Großem berufen und will die Welt vom Bösen befreien. Woher kommt dieses Sendungsbewusstsein? Wohin führen Bushs Visionen und der vermeintlich göttliche Auftrag? Der Theologe und Amerika-Kenner Geiko Müller-Fahrenholz geht dem Phänomen vom "Glaubenskrieger Bush" nach, durchleuchtet die religiösen Hintergründe seiner Politik und gibt eine Einschätzung der fatalen Verquickung von Religion und Machtstreben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2003

Wilfried von Bredow stellt drei Bücher über die Regierung Bush vor, die er schlicht antiamerikanisch findet: Geiko Müller-Fahrenholz' "In göttlicher Mission", " Die neue Welt des George W. Bush" von Eric Laurent und "Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11. 9." von Mathias Bröckers und Andreas Hauß. Alle drei Bücher, schreibt Bredow, sind das "Produkt eines klischeekonturierten Feinddenkens und eines pathologischen Abgrenzungsbedürfnisses", das ihn außerordentlich beunruhigt. Warum, fragt er, akzeptieren wir heute grundsätzlich kulturelle Andersartigkeit - nur bei den USA nicht? Das Buch des Theologen Geiko Müller-Fahrenholz immerhin bietet wenigstens einige "nachdenkliche Bemerkungen". Das liege vermutlich daran, dass der Autor selbst einige Jahre in Amerika gelebt hat. Doch im großen und ganzen gehe dann doch alle Nachdenklichkeit in apokalyptischen Szenarien unter. Müller-Fahrenholz, ein "linker Christ", so unser Rezensent, ist empört darüber, wie George W. Bush seine Religiosität politisch einsetzt: hier droht für den Autor das "Gespenst des Faschismus", weshalb seiner Ansicht nach die Erde Amerika 'auf Dauer nicht ertragen kann', zitiert Bredow den Autor. Für ihn ist diese Bemerkung allerdings eine Geschmacklosigkeit. Ein "echter Knaller", so Bredow, ist außerdem das Vorwort von Eugen Drewermann, der die Moral- und Rechtsvorstellungen der USA samt und sonders "obsolet und atavistisch" findet.
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