Wir halten uns für kritische, aufgeklärte Bürger, die ihre Rechte kennen. Doch wenn wir unsere Grundrechte aufzählen sollen, geraten wir ins Stottern. Das ist fatal. Denn in Zeiten, in denen Rechtspopulismus wieder salonfähig wird und die Demokratie in vielen Staaten wankt, brauchen wir die Grundrechte mehr denn je. Dieses Buch ist kein juristischer Kommentar, keine Staatsbürgerkunde, schon gar keine Sonntagsrede, sondern ein Realitätscheck: Was versprechen die Grundrechte? Und was davon halten sie? Welche Grundrechte haben wir, wozu berechtigen sie und wozu nicht? Georg Oswald zeigt: Unsere Grundrechte sind alles andere als selbstverständlich. Wir müssen sie schützen. Und wir schützen sie am besten, wenn wir sie nicht zu Lippenbekenntnissen verkommen lassen, sondern sie anwenden, jeden Tag.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2018
Rezensentin Marlene Grunert kann Georg M. Oswalds Abriss über die deutsche Verfassung mit nur wenigen Einschränkungen empfehlen. Gut lesbar und mit sicherem Gespür für aktuelle Debatten kann ihr der Münchner Jurist und Schriftsteller Grundrechte und ihre Bedeutung veranschaulichen. So liest die Kritikerin etwa mit großem Interesse das Kapitel zur Religionsfreiheit, in dem Oswald "nüchtern" und auf rechtlicher Grundlage untersuche, ob der Islam zu Deutschland "gehöre". Dass juristische Grundlagen, auch in Nuancen, in tagespolitischen Debatten oft untergehen, lernt Grunert hier ebenfalls. Gern hätte sie allerdings auch etwas über die Herausforderungen des geltenden Rechts erfahren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2018
Rezensent Andreas Zielcke wünscht Georg M. Oswalds Buch viele Leser. Oswalds Versuch, in offenem, "frageweisem" Stil politisches Unbehagen zu artikulieren, indem er sich die Grundrechte vornimmt, scheint Zielcke sinnvoll und sympathisch. Nicht nur kann der Leser seine Grundrechte besser kennenlernen, meint er, die Beschäftigung mit der Menschenwürde oder dem Asylrecht stößt den Leser auch allenthalben auf heiße politische Themen. Auch wenn er bei seinem Überblick kursorisch bleiben muss, die Sprache des Grundgesetzes reichert der Jurist und Schriftsteller Oswald an mit brauchbarem Wissen und Konfliktstoff, meint Zielcke.
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