Marc Hujer, Gerhard Spörl

Die wiedervereinigten Staaten von Amerika

Wie die USA die Spaltung nach George W. Bush überwinden
Cover: Die wiedervereinigten Staaten von Amerika
Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783502150329
Gebunden, 322 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Die Bush-Regierung hat die USA tief gespalten: quer durch die Bevölkerungsschichten, die Rassen, die Generationen verläuft ein tiefer Riss. In diesem Jahr steht das Land vor einer Zeitenwende. Wer auch immer nach George W. Bush an die Macht kommt, hat die Aufgabe und die Chance, das Land wiederzuvereinen und zu versöhnen. Die beiden "Spiegel"-Journalisten Gerhard Spörl und Marc Hujer, die sich seit vielen Jahren mit den USA beschäftigen, zeichnen in ihrem Buch ein neues, optimistisches Bild von dem Land und analysieren die unterschiedlichen Visionen der Präsidentschaftskandidaten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2008

Bahnbrechende Erkenntnisse hat das Buch der Spiegel-Journalisten Marc Hujer und Gerhard Spörl dem Rezensenten Thomas Leuchtenmüller nicht geliefert. Zwar nennt er es lesenswert, führt aber im Folgenden nur aus, dass er auch vorher alles schon wusste: Nichts Neues brachte ihm eine Abhandlung der neuen christlichen Rechten, eine Darstellung von Hilarys Wahlstrategien oder Schwarzeneggers Ökopolitik. Die Aufteilung erfolgt in vier anschaulichen Kapiteln im Sinne von Wer, Was, Wie und Warum zur Lage der politischen Situation des Landes. Leuchtenmüller erscheint das Buch in seiner Breite so zusammenhangslos, dass es den im Titel angeregten Versprechen kaum gerecht werde. Leuchtenmüller nennt die Arbeit ein "filigranes Stückwerk" ohne roten Faden, die in einem sehr legeren Ton erzählt, den er mit der Populär-Ratgeber-Literatur in den USA vergleicht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2008

Tobias Matern begrüßt Gerhard Spörls und Marc Hujers Buch "Die wiedervereinigten Staaten von Amerika", das eine "optimistische Sicht" auf die USA bietet. Die beiden "Spiegel"-Autoren liefern für ihn eine überzeugende Bilanz eines verunsicherten Landes mit dem Schluss: die USA wollen den Wandel, die Ära Bush sei zu Ende, Amerika blicke nach vor. Er hebt Spörls und Hujers Einschätzung hervor, dass, egal ob Obama oder McCain der nächste Präsident werde, es anders werde, besser als unter Bush. Matern attestiert den Autoren, genau zu beobachten und Eigenarten, Zusammenhänge und Hintergründe zu erklären. Er schätzt die gut lesbare, temporeiche Darstellung, deren "rhetorische Pointen" allerdings manchmal über das Ziel hinausschössen.
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