Aus dem Französischen von Angela von Hagen. Die Katastrophe beginnt für Tony im Hotel seines Bruders, in dem er seine Geliebte trifft, die wie er verheiratet ist. Die schöne Andrée fasst einiges von dem, was Tony sagt, allzu wörtlich auf, und mit beunruhigender Konsequenz wird aus der sinnenfrohen Romanze ein beklemmendes Liebesdrama.
Also wieder ein Liebesverrat. Aber "auch Simenon hat seine Größe", da ist sich Franz Schuh doch sicher. Und die liegt, wenn wir Schuh richtig lesen, gerade in der Unentschlossenheit dieser "Geschichte, nahe am Kitsch", zwischen Dauer und Augenblick, zwischen "starker, sinnlicher Unmittelbarkeit" und einem "quälenden Grübeln", einer "existenzzerstörenden Unstimmigkeit", die über den Helden aus dem blauen Zimmer hereinbricht. Und die dem Rezensenten aus den Wörtern entgegenbleckt. Denn dies ist "ein Buch über Wörter; sie heißen plötzlich etwas ganz anderes, wenn man darüber nachdenken muss, welchen Sinn sie eigentlich gehabt haben."
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