"Transversal" stellt das im allgemeinen gut geordnete Verhältnis von Kunst und Politik in Frage. Im Zusammenhang mit der Kritik an der ökonomischen Globalisierung entstanden neue Formen der Überlagerung von Kunstpraxen, politischem Aktivismus und Theorieproduktion. Das Buch folgt den Spuren dieser temporären "Overlaps" und trägt zur Verortung und zur Kritik des Phänomens Globalisierung im kulturellen Umfeld bei. Es ist ein Leitfaden zum Verständnis neuer Kunstformen im Zeitalter der Globalisierung."Transversal" ist der erste Band zum transnationalen Projekt "republicart", das von eipcp durchgeführt wird und zwischen 2002 und 2005 zwölf Ausstellungen und zwölf Symposien in verschiedenen Teilen Europas umfasst. Ziel ist die Untersuchung und Entwicklung der neuesten Formen von Kunst im Zusammenhang mit Öffentlichkeit.
In diesem Sammelband wird der Mythos vom Künstler als "kulturelles Mischwesen", der die Globalisierung vorwegnimmt, demontiert, berichtet Jens Kastner. Nur zehn Prozent der einflussreichen Künstler stammen nicht aus Westeuropa oder Nordamerika, entnimmt er einem Beitrag von Ulf Wuggenig, und selbst von diesen leben fast alle im Nordwesten. Trotz massiver Migration bleibt eine "Hybridisierung und globale Dörflichkeit" damit aus, wie Kastner folgert. Er lobt den Band für die gute Umsetzung des theoretischen Anspruchs. Mit Kunst und Politaktivismus würden hier zwei marginale gesellschaftliche Bereiche miteinander vermischt. Das für "transversale Praktiken" werbende Antiglobalisierungsbuch ist daher selbst als eine solche anzusehen, so Kastner.
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