Aus dem Englischen von Rudolf Hermstein. In diesen 13 Erzählungen schreibt der Ire Gerard Donovan zum ersten Mal über sein Heimatland, und er erweist sich als scharfer Beobachter der menschlichen Seele und des modernen Irlands. Wie in seinem Erfolgsroman "Winter in Maine" erzählt Donovan von Menschen, die mit einem Mal etwas Ungewöhnliches über sich selbst und ihr Leben begreifen und lernen müssen, mit dieser blitzartigen Erkenntnis zu leben. Und er schreibt von Menschen, die in ihrer Heimat heimatlos werden, die den Bezug zur Vergangenheit verlieren und unter dem Verlust der Menschlichkeit leiden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2012
Recht pastoral hebt Rezensent Thomas Leuchtenmüller an, um uns auf diesen Erzählungsband einzustimmen, auf Schmerz und Verlust, Seelennot und Pein. Ob der Ire Gerard Donovan in seinen Geschichten ebenfalls einen solchen Ton anschlägt, ist schwer zu sagen, Leuchtenmüller lässt allenfalls durchblicken, dass sie sich nicht unbedingt durch Humor und Leichtigkeit auszeichnen. Es geht schließlich auch um Tod, Betrug und Abtreibung, informiert der Rezensent, der in seiner kurzen Kritik schließlich anerkennend vermerkt, dass Donovan seine "Erwartungen" ein ums andere Mal erfolgreich unterlaufen habe.
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