Kaum ein Vorgang veränderte die Welt im 20. Jahrhundert so sehr wie das Ende kolonialer Herrschaft in Asien und Afrika. In systematischen und chronologischen Kapiteln beschreibt das Buch diesen Prozess mit seinen weiten Ausläufern im gesamten Jahrhundert und bietet lokale, imperiale und globale Erklärungen an. Es fragt nach den Auswirkungen der Dekolonisation auf Weltwirtschaft, internationales System und Ideengeschichte sowie nach den vielfältigen langfristigen Folgen für die ehemaligen Kolonien und Metropolen.
Mit ihrem Buch "Dekolonisation" haben Jan C. Jansen und Jürgen Osterhammel ein gut lesbares Buch über die stückweise Auflösung der Kolonien nach 1945 geschrieben, die noch vom Zeitalter des Imperialismus zeugten, lobt der hier rezensierende Historiker Andreas Eckert, der besonders hervorhebt, dass das Autorenduo auch Nichtspezialisten einen fundierten Zugang zur Materie ermöglicht. Auch findet er ihre These nachvollziehbar, dass die Geschichte der Dekolonisierung eigentlich bereits mit dem Ersten Weltkrieg begann. Das Buch ist ein schöner Beitrag zu einer noch vergleichsweise jungen Forschungsrichtung in der deutschen Geschichtswissenschaft, fasst Eckert zusammen.
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