"Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst" - stimmt das? Der Golfkrieg der Briten und Amerikaner hat uns mit einer Fülle von Informationen und von Bildern überfalen, oft genug in Echtzeit. Aber welchen Bildern können wir trauen? Gerhard Kromschröder war Reporter im Golfkrieg 1991 im bombardierten Bagdad. Den jetzigen Krieg erlebte er wie wir alle als Fernsehzuschauer und Zeitungsleser - und er fand sich dabei plötzlich auf dem Schlachtfeld der Medien wieder. Atemlos beobachtet er in seinem Kriegstagebuch die Schlacht der Bilder und der Lügen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.2003
In einer Sammelbesprechung von verschiedenen Golfkriegs-Berichten deutscher Fernsehjournalisten meint Rezensentin Alexandra Senfft, dass Gerhard Kromschröder in seinem "Bilder aus Bagdad" den "Bildersturm erträglicher" macht, indem er den schrecklichen Fernsehbildern des Krieges das Alltagsleben Hamburgs zur Seite stellt. Sie bescheinigt den Informationen über die Einkaufsgewohnheiten des Autors oder seinen Vorlieben bei der Balkonbepflanzung durchaus "Unterhaltungswert". Dabei wird der Autor von den moralischen Implikationen des Journalistenberufs umgetrieben, indem er sich fragt, ob sich die Kriegsberichterstatter nicht zum verlängerten Arm des Militärs machen, stellt die Rezensentin fest.
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