Mit 1359 farbige und 615 Schwarzweiß-Abbildungen. Der Doppelband "Die Stadt - Berlin in der Druckgrafik 1570-1870" von Gernot Ernst und Ute Laur-Ernst ist ein neues Standardwerk, das sich erstmalig gezielt und umfassend den grafischen Künstlern dieser Zeit und den von ihnen geschaffenen Berlin-Ansichten zuwendet und zugleich den Bogen zur Berliner Stadtgeschichte schlägt. Es lässt das alte Berlin in vielfältiger Weise lebendig werden, beschreibt die kulturelle und wirtschaftlich-soziale Entwicklung der Stadt sowie Wandel und Aufschwung der grafischen Kunst in diesen drei Jahrhunderten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.04.2010
Stadtgeschichte als Landpartie lernt Jens Bisky in diesem ersten Band mit Ansichten Berlins aus den Jahren 1570-1870 kennen. So gewichtig der Band daherkommt, so erstaunt zeigt sich Bisky über die nunmehr schon zweite Auflage. Oder auch nicht. Denn die 4200 Stiche, Drucke und Schnitte von 570 Künstlern, die der Herausgeber Gernot Ernst in alphabetischer Order präsentiert, ergeben für Bisky nicht bloß quantitativ ein Werk der Superlative. Schatzkammer der Kulturgeschichte nennt er sie, Handbuch des Verschwundenen, Zugang zu Lebenswelten und Biografien (Kleist, Humboldt etc.), zugänglich über 550 Stichworte zu Orten, Gebäuden, Ereignissen, Herrschern, Künstlern, "knapp und deutlich" erläutert. Dass der Band so vielfältig nutzbar ist, erscheint Bisky als großartiger Vorzug.
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