Gottlieb Wilhelm Rabener

Briefwechsel und Gespräche

Cover: Briefwechsel und Gespräche
Wallstein Verlag, Göttingen 2012
ISBN 9783835309913
Gebunden, 1104 Seiten, 69,00 EUR

Klappentext

G. W. Rabener, einst hochberühmt und in viele europäische Sprachen übersetzt, in seiner Zeit als Briefschreiber ebenso geschätzt wie als Satiriker, ist heute allenfalls noch bekannt als Verfasser des vielgedruckten Briefes über die Zerstörung Dresdens durch preußische Kanonen im Jahre 1760, bei der mit seiner gesamten Habe auch alle ungedruckten Satiren und Freundesbriefe verbrannten. Die vorliegende Sammlung, die auf planmäßig gesuchte, an entlegenen Stellen gedruckte oder in Archiven verborgene Texte zurückgeht, versteht sich als Rückgewinnung eines wichtigen Autors der deutschen Aufklärung. Bekannt war seine Doppelrolle als Satiriker und kursächsischer Steuerbeamter in zuletzt hoher Position. Unbekannt, von ihm selbst und anderen beharrlich verschwiegen und erst durch neu gefundene Briefe fassbar geworden, ist die politische Seite Rabeners, dessen Freundschaft mit Thomas von Fritsch und Friedrich Wilhelm Ferber zum praktischen Engagement auf Seiten der brühlkritischen Opposition Kursachsens geführt hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2012

Alexander Kosenina zeigt sich begeistert ob dieser, wie er schreibt, gänzlich neuen Art einer Briefedition. Die Verluste durch Brand und Zeit macht der um Gründlichkeit bemühte Herausgeber Ernst Theodor Voss kurzerhand durch sogenannte Hintergrundgespräche wett, indem er fehlende Dokumente durch Kontextuelles von Zeitgenossen ersetzt. Laut Rezensent ensteht so eine zudem umsichtig kommentierte Lebenschronologie, die den bekanntesten Satiriker der Aufklärung Gottlieb Wilhelm Rabener im fiktiven Diskurs mit Kollegen und anderen Wegbegleitern zeigt. Kosenina zählt auf: Gottsched, Gellert, Hagedorn, Klopstock, die Schlegels usw. Geschichtsvergessenheit also war gestern, heute ist Rabener, und zwar nicht nur als Satiriker, sondern dank Voss auch als politisch aktiver Zeitgenosse, Ministersekretär und Oppositioneller. Auf Rabeners Satiren wirft das womöglich ganz neue Lichter, meint Kosenina.

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