Herausgegeben von Carsten Gansel. Neues von Hans Fallada entdecken: Die hier versammelten Anekdoten, Berichte, Erzählungen und Reden, die von der Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod 1947 reichen, sind zum Teil wenig bekannt oder noch gänzlich unveröffentlicht. Sie offenbaren, in welchem Maße der Autor ein einzigartiges Gespür für soziale Problemlagen entwickelt, sensibel Wirklichkeit beobachtet und künstlerische Mittel findet, um mit wenigen Strichen welthaltige Geschichten zu entwerfen - humorig, ironisch, manchmal auch sarkastisch. Falladas Glaube an die "Anständigkeit des Menschen" zeigt sich dabei jedoch stets unerschütterlich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2021
Rezensent Thomas Steinfeld vertieft sich in 50 knappe, mal sentimentale, mal pointierte Texte und Feuilletons Hans Falladas, in Reflexionen des Autors über das Dialogschreiben, die Kalendergeschichte, die Lesegewohnheiten auf dem Lande oder eine Begegnung mit der SA. Falladas weites Interesse wird ihm dabei ebenso bewusst wie sein erkenntnisgeleitetes Schreiben. Statt Pathos prägen laut Steinfeld Klugheit, Witz und "Züge der Kolportage" die Texte. Der Leser darf ergriffen sein, meint Steinfeld, weil damit bei Fallada immer auch gesellschaftliche Erkenntnis verbunden ist.
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