Goethe war kein Pietist, interessierte sich aber - vermittelt durch sein biografisches Umfeld - für radikalpietistisches Gedankengut, in dem Mystik und Hermetik (Alchimie) eine wichtige Rolle spielten. In dieser Begegnung entwickelten sich Religiosität und Weltbild des jungen Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Der vorliegende Tagungsband mit Beiträgen von Theologen, Germanisten und Historikern rekonstruiert diese von der Forschung vernachlässigten Zusammenhänge in Goethes Biografie und Werk.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.02.2002
Goethe hatte ein wechselvolles Verhältnis zum Pietismus, und vor diesem Hintergrund findet es der Rezensent mit dem Kürzel I.D. auch spannend, was es in diesem Band zum Thema zu entdecken gibt: "eine faszinierende, nur vermeintlich vergangene Welt". Die Forschungsergebnisse wurden 1999 erstmals in Halle vorgestellt und liegen nun in Buchform vor. Interessant ist nach Ansicht des Rezensenten an dem Band vor allem zweierlei: die "spannungsreichen Goethe-Einblicke" wie auch die Einblicke in eine Zeit, "die so aufklärerisch wie okkult, so experimentierfreudig wie konservativ war".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…