Zwei der größten Denker ihrer Zeit diskutieren über die entscheidenden Themen in Bezug auf Gott, Gesellschaft und Kirche. Es geht um Fragen nach dem Glaube und Glaubensverlust, nach der Kirche zwischen Anpassung und Beliebigkeit, über das Verhältnis von Norm und Wirklichkeit und das "Phänomen Franziskus".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2018
Jan-Heiner Tück freut sich, in diesem von Volker Reisig laut Rezensent "klug moderierten" Gespräch zwischen dem Soziologen Hans Joas und dem Philosophen Robert Spaemann Fragen die Profanierung der Kirchen und "religionsproduktive Tendenzen" betreffend diskutiert zu finden. Seine These, dass Technik und die daraus folgende Bequemlichkeit die Religion ablöst, illustriert ihm Spaemann anekdotisch, während Joas mit Hinweis auf die USA darauf besteht, dass Technik und Religion zusammengehen, und dass die Glaubenserosion einen Anlass für Selbstkritik der Kirchen bietet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2018
Mit dem Buchtitel ist Wolfgang Huber nicht glücklich, aber der Inhalt bietet ihm spannende Lektüre. Das nun vollständig nachzulesende Gespräch zwischen Hans Joas und Robert Spaemann über die Lage der Gegenwart und die Zukunft des Christentums offenbart ihm nicht nur die konträren Denkweisen der Diskutanten. Über Spaemanns Standpunkt zum Funktionsverlust des Glaubens und Joas' Einsicht, dass für den Glauben das Wunder in der Kontingenz des eigenen Daseins liegt, kann Huber lange nachsinnen. Die Einschätzung der Päpste Benedikt und Franziskus durch Joas und Spaemann erweist sich für den Rezensenten als ein zwar wichtiger, doch nicht der zentrale Teil des Gesprächs.
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