Herausgegeben vom Deutschen Verein für Kunstwissenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2003
Hans Schäufelin stand durch lange kunstgeschichtliche Jahrhunderte hindurch so tief im Schatten seines Lehrers Albrecht Dürer, dass er als eigenständige Figur kaum sichtbar wurde. Dagegen will nun Christof Metzger etwas unternehmen. Ausführlich wird, auch vom Rezensenten, der Lebensweg des Künstlers nacherzählt, von den Jahren in Dürers Werkstatt, von der Zeit danach, in Italien zunächst, dann in Nördlingen. Abrupt endete die Malerkarriere mit der Reformation - Schäufelin orientierte sich um und arbeitet erfolgreich als Produzent von Buchholzschnitten (diese letzte Phase, bedauert der Rezensent Andreas Beyer, komme ein wenig kurz in Metzgers Darstellung). Keineswegs ist Metzgers Rehabilitierungs-Taktik darauf ausgerichtet, Schäufelin als völlig selbständigen Künstler kenntlich zu machen. Gerade in dessen "Anlehnung und Orientierung am Vorbild Dürer" sieht er eine große Qualität. So ganz gelöst sieht Beyer den "Widerspruch" zwischen Eigenständigkeit und Schulzugehörigkeit nicht, das Buch aber lobt er, einigen "Redundanzen" zum Trotz, als "monumentale Monografie".
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