Der Komponist Scheerbarth fährt nach Frankreich, um die urzeitlichen Fresken von Altamira und Lascaux anzusehen. Er erhofft sich davon Inspiration. Denn Scheerbarths Oeuvre ist enttäuschend schmal, wie man besonders nach der Wende fand. Bevor er jedoch nach Lascaux kommt, steigt eine Anhalterin zu. Sie entpuppt sich als leichtlebige Person, die den knausrigen Scheerbarth verführt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Gerlachs Roman "bleibt am Ende einiges schuldig", schreibt Wolfgang Schneider in einer eher mißmutigen Kritik von "Rottmanns Bilder". Ein DDR-Komponist, eher ein Gegner des Systems, fährt einige Zeit nach der Wende nach Frankreich, das für ihn schon Fremde ist, und muss feststellen, dass sein Opferdasein in der DDR ihn nicht automatisch zum großen Künstler gemacht hat. Schneider zeichnet nach, wie Gerlach in melancholisch gesetzter Sprache seinen Helden immerhin zu den Freuden des Lebens zurückführt. Gerlachs Auflösung des Gegensatzes von Kunst und Leben zugunsten des letzteren findet Schneider flach.
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