Aus dem Französischen von Grete Osterwald. 1922 ist die Welt in der maghrebinischen Stadt Nahbès zu aller Zufriedenheit aufgeteilt. Bis ein amerikanisches Filmteam wie ein Meteor in dem Wüstenort einschlägt. Für einen Moment begegnen sich die Amerikanerin Kathryn und Raouf, der Sohn des Caïd, die junge Witwe Ranja, der altersmilde Kolonialist Ganthier und die kesse Pariser Journalistin Gabrielle in einer ebenso unbeschwerten wie abenteuerlichen Utopie - ehe das Rad der Geschichte einen jeden wieder an seinen Platz verweist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.10.2017
Rezensent Christoph Bartmann wird ein wenig zu viel geredet und mit Kulissen gerückt in Hedi Kaddours Roman über die Spannungen zwischen Franzosen und Einheimischen in einem maghrebinischen Örtchen Anfang der 20er Jahre und den Einbruch der Sünde ebenda durch ein Filmteam aus Hollywood. Der Epochen- und Kolonialroman will laut Bartmann einfach ein bisschen zu viel: Clash of civilizations, spätkoloniale Spannungen, Assimilation und Widerstand. Dass die Geschichte durch Hollywood auch noch eine burleske, die Rollenverständnisse der Figuren berührende Note bekommt, ist Bartmann too much. Pause, Klarheit, bitte!, ruft der Rezensent verzweifelt.
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