Harald Müller

Amerika schlägt zurück

Die Weltordnung nach dem 11. September
Cover: Amerika schlägt zurück
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783596157747
Kartoniert, 256 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Der 11. September ist kein Ausgangspunkt einer neuen Weltordnung. Die auf die globale Vorherrschaft der USA ausgerichtete Politik des Weißen Hauses benutzt dieses Datum vielmehr als Gelegenheit, ihren Anspruch als einzige Weltmacht zu zementieren: in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Folgen dieser Strategie sind die Entrechtlichung der Weltpolitik, die Entdemokratisierung der Sicherheitspolitik sowie die Einschränkung bürgerlicher Freiheiten und die Entmündigung der Zivilgesellschaft. Eine fundierte Analyse über die neue Dimension der Terrors und deren Einordnung in den weltpolitischen Kontext.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.06.2003

Trotz einiger Abstriche ist Harald Müllers "Amerika schlägt zurück" für Rezensent Ulrich Teusch einer der "lesenswertesten Texte" auf dem inzwischen "gut bestückten" Markt aktueller USA-Studien. Müller versucht darin zu zeigen, so Teusch, dass die heute dominierenden Tendenzen amerikanischer Außenpolitik nicht allein auf die Erschütterungen vom 11. September zurückgehen, sondern sich bereits in der Ära Clinton ausbildeten und unter George W. Bush lediglich verschärften. Die Wirkung der Terroranschläge habe die bestehende Verhältnisse und Strukturen indes eher gefestigt. Teusch hebt hervor, dass Müller von der US-Regierung keine konstruktiven Beiträge zur Bewältigung der drängenden Probleme einer zunehmend komplexen Welt erwartet und stattdessen auf die inneramerikanische Opposition setzt. Er findet Müllers Buch im ganzen "informativ", "sachkundig" und "über weite Strecken überzeugend". Weniger gefallen hat ihn indessen die "irritierende Selbstsicherheit", mit der Müller seine Argumente vorträgt. Überhaupt neige Müller bisweilen zur "apodiktischen Entschiedenheit", "Überpointierung" und "plakativen Schwarz- Weiß Kontrastierung".

Beliebte Bücher

Jana Hensel. Es war einmal ein Land - Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet. Aufbau Verlag, Berlin, 2026.Jana Hensel: Es war einmal ein Land
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Norbert Gstrein. Im ersten Licht - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Norbert Gstrein: Im ersten Licht
Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…
Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…