Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.04.2004
Boris Kanzleiter ist von diesem Buch über die Vorgeschichte des Kosovo-Krieges ziemlich beeindruckt. Der Autor Heinz Loquai war als Brigadegeneral der Bundeswehr und Leiter der Militärberatergruppe der deutschen Vertretung bei der OSZE in einer "privilegierten" Beobachterposition, versichert der Rezensent, und hatte somit nicht nur selbst Einblick in die Geschehnisse, sondern auch Zugang zu erhellenden Dokumenten. Nach Loquai hat die OSZE "erheblich zur Eskalation" des Konflikts beigetragen, referiert Kanzleiter und betont, dass auch wenn die Ausführungen des Autors mitunter geradezu "unglaublich" klingen, man ihm keinesfalls den Hang zu "Verschwörungstheorien" oder gar zur "Beschönigung" der Regierung Milosevics vorwerfen könne. Ganz außer Zweifel steht nach Meinung des Rezensenten nach der Lektüre, dass die "Öffentlichkeit" über die tatsächliche Lage im Kosovo "getäuscht" worden ist und im Zuge des Konflikts die OSZE in ihrer Funktion zur "nicht-militärischen Friedenssicherung schwer beschädigt" worden ist.
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