Elias Canetti gehört zu den interessantesten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er in Rustschuk (Bulgarien) als Sohn einer aus Spanien vertriebenen jüdischen Familie; gelebt hat er vorwiegend in Wien, London und Zürich. In seinen Werken versucht er, die Katastrophen des 20. Jahrhunderts philosophisch und literarisch zu gestalten. 1981 erhielt Canetti den Nobelpreis für Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.07.2005
Es wurde Zeit, meint der Rezensent Franz Haas, dass Elias Canetti endlich in die Klassizität verbürgende Reihe der rororo-Bildmonografien aufgenommen wird. Und mit dem Literaturwissenschaftler Helmut Göbel hat sich ein kompetenter Autor gefunden, der auf hohem Niveau, aber "jargonlos" über Canetti zu schreiben versteht - und, wie manchen Anmerkungen mit dem Hinweis "Mitteilung an den Verf." zu entnehmen ist, mit diesem selbst auch in Kontakt stand. Natürlich kann der schmale Band der in diesem Jahr erschienenen Monumentalbiografie von Sven Hanuschek "nichts Wesentliches" hinzufügen, so Haas. Immerhin widmet Göbel den zuletzt dann aber doch nicht zu klärenden Rätseln des Canettischen Lebensunterhalts mehr Augenmerk als Hanuschek.
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