Die im Stil der Pop-Art gezeichnete Graphic Novel wurde 1968 begonnen und erst jetzt wiederentdeckt und fertig gestellt. Erzählt wird von der 68er-Revolte, der Sexuellen Befreiung und einer Nazi-Parallelgesellschaft, die die Berliner Unterwelt beherrscht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 01.03.2013
Schon die Entstehungsgeschichte des Comics "Der Tod von Adorno", die Christian Schlüter in seiner Besprechung zusammenfasst, ist erstaunlich: Sie beginnt Ende der sechziger Jahre, als Helmut Wietz an der Berliner Film- und Fernsehakademie studierte. Danach bleibt das Fragment fast vierzig Jahre liegen, bis sich Wietz 2007 zur Fertigstellung entschloss - sehr zur Freude des Rezensenten, den dieses Buch - zu dessen Personal unschwer zu entschlüsselnde Schlüsselfiguren der 68er-Bewegung wie Ulrike Meinhof, Bazon Brock und eben Theodor Adorno gehören - an Robert Crumb, die Pop Art und den "immer noch sensationellen Irrsinn" der studentischen Kulturrevolution erinnert. Für Schlüter ganz klar die Überraschung der Saison, grell, bunt, eklektisch, durchgeknallt und kurzum "schlichtweg großartig".
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