Henri Michaux ist einer der bedeutendsten Dichter des französischen 20. Jahrhunderts, er gilt aber auch als einer der bedeutendsten bildenden Künstler der europäischen Nachkriegszeit. Echte Doppelbegabungen - Dichter, die malen, Künstler, die schreiben - sind selten. Noch seltener ist, dass ein solcher Dichter sich zu seiner bildkünstlerischen Arbeit äußert. Genau dies geschieht hier. Michaux erklärt, wie und weshalb er mit dem Zeichnen begonnen hat, was dabei geschieht, und er hat seinem Buch eigene Bilder beigegeben. Diese sind nicht als Illustrationen zum Gesagten zu sehen, sondern gleichen eher farbgestischen Setzungen, welche den Textkörper punktuieren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.04.2015
Rezensent Joseph Haniman freut sich, dass Henri Michaux' herrliche Meditation über das Zeichnen unter dem Titel "Zeichen. Köpfe. Gesten" nun in exzellenter deutscher Übersetzung vorliegt. Ebenso originell wie gehaltvoll erscheint dem Kritiker dieses Buch, in dem der französische Autor seinen Weg von den Worten in die Welt der Striche und Farben beschreibt, und dabei Individual- und Kulturgeschichte grandios miteinander verbindet. Nicht zuletzt lobt der Rezensent die hier reproduzierten Zeichnungen von Michaux, die rauschartig auftauchen und seine Suche nach dem Essentiellen offenbaren. Dieses Buch ist ein wahrer "Genuss", schließt der Kritiker.
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