"Ihr solltet es mal besser haben!" - Heute kaum mehr als leere Worte. Die Babyboomer, die bis heute unsere Unternehmen geprägt haben, verlassen nach und nach den Arbeitsmarkt, die Nachrückenden sind wesentlich weniger, bringen andere Erwartungshaltungen mit und stehen anderen Perspektiven gegenüber. Dies bringt für Unternehmen, für die Gesellschaft, aber auch für jeden einzelnen Menschen enorme Herausforderungen mit sich. Herbert Henzler hat sich vom einfachen Lehrling hochgearbeitet an die Spitze von McKinsey, wo er fast 20 Jahre erfolgreich die Geschicke dieses Unternehmens lenkte. Heute lehrt er an verschiedenen Universitäten und ist in der Beratung tätig. In diesem Buch analysiert er die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen vor allem der Generation Z im Vergleich zu den Babyboomern, zeigt, was das für die jeweilige Weltsicht, aber auch für die Arbeitseinstellung bedeutet, spannt dabei einen geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischen Bogen, legt manchmal auch den Finger in die Wunde, plädiert dabei stets für mehr Verständnis füreinander und gibt auch konkrete Hinweise, wie die Zusammenarbeit besser funktionieren kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2025
Ein wichtiges, weil Mut machendes Buch hat Herbert Henzler laut Rezensent Timo Meynhardt geschrieben. Der ehemalige McKinsey-Europachef, in seinen Büchern ein chronischer Optimist, widmet sich diesmal Deutschland und dessen gegenwärtigen Problemen, von Nachhaltigkeit bis Rechtsruck und wirtschaftlichem Dynamikverlust, erfahren wir. Der Kritiker stellt klar, dass Henzler dabei das Rad nicht neu erfindet, was das Inhaltliche betrifft. Doch gelingt ihm ein phänomenaler Gesamtüberblick über die Lage, mitsamt praktischen Anregungen aus der Perspektive eines Beraters, so Meynhardt. Zu den behandelten Themen zählen KI, Generationenkonflikte und psychologische Aspekte gegenwärtiger Krisen, wobei Henzler auch seine Erfahrungen als Christ, Wanderer und Literaturliebhaber in seine Überlegungen einfließen lasse. Das alles fügt sich für Meynhardt zu einem starken Plädoyer für eine Gesellschaft, der Henzler Orientierung am Lebensglück statt an Leistung empfiehlt.
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