Hermann Hesse

Hermann Hesse: Sämtliche Werke in 20 Bänden

Band 19: Die Welt im Buch. Leseerfahrungen IV. Rezensionen und Aufsätze aus den Jahren 1926-1934
Cover: Hermann Hesse: Sämtliche Werke in 20 Bänden
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783518411193
Gebunden, 770 Seiten, 40,80 EUR

Klappentext

Im Frühjahr 2001 begann der Suhrkamp Verlag mit der Publikation der ersten vollständigen Ausgabe der Werke Hermann Hesses. Inzwischen sind 15 Bände erschienen; die Ausgabe wird voraussichtlich im Frühjahr 2004 mit den Bänden 15 (Politische Schriften) und 20 (Die Welt im Buch V) sowie einem Registerband abgeschlossen sein.
Auf die Bände 11 und 12 mit den autobiographischen Schriften und Tagebüchern, die im März 2003 erschienen, folgt nun die Kurzprosa des Dichters, Hunderte zumeist im Feuilletonteil von Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte Aufsätze aus den Jahren 1899 bis 1961. Nur etwa die Hälfte der hier erstmals vollständig vorgelegten Texte hat Hesse selbst in seine Bücher aufgenommen. In ihrer chronologischen Abfolge ergeben auch sie eine Lebensgeschichte in Selbstzeugnissen. Durchmischt von Betrachtungen über das Glück, die Liebe, das Alter, Träume und Psychoanalyse, geben sie dem Leser die Möglichkeit, sich selbst und seine eigenen Wahrnehmungen wieder- und gedeutet zu finden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.08.2004

Wer hätte das gedacht! Jörg Drews ist nicht wenig überrascht, dass der zu "Betulichkeit und Sanftheit" neigende Prosaist ("von seiner Lyrik ganz zu schweigen") über erstaunliche kritische Urteilfähigkeit verfügt. Denn meistens, resümiert der Rezensent, lag Hesse in seinen Rezensionen absolut richtig: Er erkannte die Bedeutung des "Mann ohne Eigenschaften", sah "sofort, dass Julien Greens 'Leviathan' etwas ganz Außerordentliches ist", und hat den Rezensenten sogar auf den "aufsässigen Gedanken" gebracht, dass Hermann Brochs Roman "Die Schlafwandler" dem geschwätzigen "Zauberberg" ja wohl mindestens ebenbürtig sei. Klar, auch Hesse brauchte das Geld und schrieb mancherlei Nettigkeiten, lieferte auch "bildungsbeflissen-brave Fingerzeige auf Novellisten, die wir inzwischen als sehr dünnblütig und limonadig abtun müssen". Aber insgesamt, so Drews voller Anerkennung": eine hohe "kritische Trefferquote".

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