Mit 1000 farbigen Abbildungen. Auf den Spuren alter Handelsrouten, einst blühender Marktflecken, verlassener Gutshöfe, abgewirtschafteter Modelldörfer und mystischer Rituale haben die Verfasser des Buches die Weiten des Landesinnern erforscht, dort, wo die Mehrheit der Chinesen noch immer lebt. Über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg haben sie wertvolle Zeitzeugnisse in Form von Bildern und Texten gesammelt entstanden ist eine beeindruckende Dokumentation über die Folgen der rasanten Modernisierung einer noch immer vom Totalitarismus geprägten Gesellschaft und über das häufig harte Leben der Menschen im ländlichen China. Ersichtlich werden in diesem Bildband auch die Narben von Chinas jüngerer Geschichte, die Verödung und das Verschwinden von einst reichen Kulturräumen oder der Verfall von Traditionen aus den vergangenen Jahrhunderten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2013
Die Fotos des Bildbandes sind für den Rezensenten ein Genuss. Den eigentlichen Verdienst der Autoren Matthias Messmer und Hsin-Mei Chuang sieht Rezensent Roland Altenburger jedoch in der Darstellung auch unbekannterer ländlicher Welten Chinas, deren Verschwinden die Autoren beklagen. Auch wenn ihr Pessimismus dem Rezensenten mitunter ein bisschen zu weit geht, beeindruckt ihn die Dokumentation der ländlichen Alltagskultur und der Furor, mit dem die dringendsten Probleme des ländlichen Chinas und der historische Wandel der Politik gegenüber der Bauernschaft beschrieben werden; übrigens leider nicht vollständig zweisprachig, wie es sich Altenburger gewünscht hätte.
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