Herausgegeben von Ulrich Stadler und Karl Pestalozzi.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.08.2003
Nach Meinung des Rezensenten mit dem Kürzel "rox" erlebt die Wissenschaft der Physiognomik, für die der vor über 200 Jahren gestorbene Johann Caspar Lavater stand, ein Revival. "Die Gegenwart interessiert sich wieder stark für die Lesbarkeit des Körpers, in der Kunst, in der Literaturwissenschaft", hält er fest. Vor diesem Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit Lavater nach Meinung von "rox" auf jeden Fall anregend. Dieser Band leistet sowohl eine solide kulturwissenschaftliche Einordnung, wie etwa mit Conrad Ulrichs Aufsatz, als auch eine Analyse des Phänomens. Der Rezensent interessiert sich dabei besonders für Marianne Schullers Aufsatz, der sich mit der Frage beschäftigt, inwiefern die Physiognomik eine "weibliche" Beschäftigung ist. Auf die problematischen Aspekte der Physiognomik geht der Rezensent nicht ein - ob das in der Aufsatzsammlung geschieht, bleibt unklar.
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