Aus dem Norwegischen von Maike Dörries. Obwohl seine Flucht aus Bosnien schon fünf Jahre her ist, kann sich Albin noch genau an alles erinnern: an die Soldaten vor der Haustür, an das Blut auf dem Küchenfußboden, an den tagelangen Marsch durch den Wald, die Hitze und den Durst. Jetzt ist Albin elf und lebt in einem sicheren Land, doch wieder ist er auf der Flucht. Um die drohende Abschiebung seiner Familie zu verhindern, ist er abgehauen und versteckt sich in einem fremden Auto, das den Großeltern von Amanda und Lisa gehört. Die Vier sind auf dem Weg in die Ferien.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.03.2015
Aktuell und wichtig erscheint Roswitha Budeus-Budde Ingeborg Kringeland Halds Kinderbuch zum Thema Flucht und Asyl. Das Buch, meint sie, sensibilisiert junge Leser mit dem Thema, indem es das Schicksal Gleichaltriger in den Mittelpunkt stellt, die Flucht eines Jungen und seiner Geschwister von Bosnien nach Norwegen und die drohende Abschiebung. Im Einzelschicksal, meint die Rezensentin, bekommt das anonyme Massenelend ein Gesicht. Die Geschichte, erklärt sie, weckt Empathie, ohne den Einsatz von Mitleidseffekten und ohne allzu hoffnungslos zu enden, aber eben auch nicht einfach glücklich.
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