Der Sammelband geht in gleichermaßen interdisziplinärer wie interkultureller Perspektive der Frage nach, welche künstlerischen Reaktionen die Terroranschläge vom 11. September 2001 hervorgerufen haben: Wie wurde das die Weltöffentlichkeit erschütternde Ereignis visualisiert, wie inszeniert und literarisiert? In Beiträgen zur amerikanischen und deutschen Literatur, zu Theateraufführungen, Dokumentar- und Spielfilmen, zur Popmusik und zu bildkünstlerischen Werken werden (Re)Konstruktionen, Deutungen und Funktionalisierungen von ?Nine Eleven? analysiert, an denen sich über die Geltung als Einzelfälle hinaus die zentralen Muster der ästhetischen Auseinandersetzung mit dem Schreckensszenario, seinen Voraussetzungen und Folgen zeigen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2008
Ganz und gar nicht gestrig erscheinen dem Rezensenten die Ereignisse vom 11. September 2001. Der von Ingo Irsigler und Christoph Jürgensen herausgegebene Sammelband veranlasst Christian Schärf sogar zu der Annahme, dass die von 9/11 geprägte Epoche erst begonnen hat. Schärf konstatiert die "ästhetische Eigenständigkeit der Bilder" von 9/11 und die Verbindung von Katastrophe und medialer Präsentation im Hinblick auf jede künstlerische Verarbeitung. Die mit dem Abstand von sieben Jahren entstandenen Aufsätze zur Literarisierung und Visualisierung des Geschehenen liest er mit entsprechendem Interesse. Die Beiträge lassen ihn die Schwierigkeiten literarischer Ansätze zwischen moralischer Leichtfertigkeit und Profilierungssucht erkennen sowie die Unterschiede zwischen amerikanischer (politischer) und europäischer (medialer, globalpolitischer) Perspektive. Allerdings findet er die (so von Christer Petersen) zwecks Diskurskritik herangezogenen Thoeriemodelle von Baudrillard bis Luhmann nicht eben aktuell.
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