Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf. Opa ist der größte Großvater, den es gibt. Er ist nicht nur Papas Vater, er ist viel, viel mehr. Opa ist der Vater des Waldes. Die Eichhörnchen fressen ihm aus der Hand, er spricht mit den Spechten, der Wind hört auf ihn und gäbe es Streit im Land, dann käme der Präsident und würde meinen Opa um Rat fragen. Doch manchmal ist Opa traurig. Aber das macht nichts, denn dann komme ich und dann bin ich mal sein Vater.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007
Eigentlich hat Rezensent Tilman Spreckelsen schon ein bisschen zu viel von Kinderbüchern, die "liebevoll die Eltern, die Großeltern zumal, porträtieren". Aber alle seine Bedenken enden schlagartig schon "von der ersten Seite an". Gefallen hat ihm nicht nur die Stimme des Enkels, der hier von den kleinen, alltäglichen Dingen erzählt, die sein hilfreich-freundlicher Großvater tut. Vor allem die Illustrationen von Ingrid Godon, die einen "Mann an der Schwelle zum Greisentum" zeigen, haben ihn offenbar gerührt. Besonders wunderbar jedoch findet er, dass der Enkel seinen Opa nicht stört, wenn der seinen "traurigen Erinnerungen" nachhängt.
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