Der Sammelband ist der Lehr- und Forschungstätigkeit Heinz Brakemeiers gewidmet. Im ersten Teil geht es um die Rezeption der Kritischen Theorie der Gesellschaft in den 50er und 60er Jahren. Der zweite Teil thematisiert den spezifischen Zugang der Begründer der "Frankfurter Schule" zu den Kategorien der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie. Im dritten Teil gilt es zu diskutieren, ob erste Schritte - und welche - in Richtung der im Haupttitel genannten "Versöhnung" gegangen werden könnten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2002
Ein Sammelband, der aus lokalpatriotischem Anlass zusammengestellt wurde, teilt Stefan Dornuf mit, und der von der bis heute fortdauernden Prägung vieler Wissenschaftler durch das Oberhaupt der sogenannten Frankfurter Schule zeugt. Denn, so Dornuf in seiner sehr insiderhaft gehaltenen Kritik, das muss man Leuten wie Adorno oder Gehlen hoch anrechnen, dass sie Talente heranzubilden und zu fördern gewusst haben: So etwa Hans-Georg Backhaus, der sich mit dem "dialektischen Zirkel" von Ware und Geld und Adornos Kritik der Warentauschgesellschaft auseinandersetzt; Helmut Reichelt, der 1970 bei Fetscher, dem Herausgeber, promoviert hat "Zur logischen Struktur des Kapitelbegriffs" sowie Alfred Schmidt, der Adornos Insistieren auf dem "Nicht-Identischen" einfühlsam nachzeichnet, wie es so schön heißt, und dessen teilweise Rehabilitierung des Naturschönen als Protest gegen die Zurichtung der Erlebnis- und Tourismusindustrie plausibel macht. Weitere Autoren werden von Dornuf nicht genannt.
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