Ivica Prtenjača

Der Berg

Roman
Cover: Der Berg
Folio Verlag, Wien - Bozen 2021
ISBN 9783852568294
Gebunden, 184 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof. Ein Mann aus der Kunst- und Verlagsszene lässt seinen bürgerlichen Alltag, Werbekampagnen und Vernissagen hinter sich und zieht sich einen Sommer lang auf eine kleine Adriainsel zurück. Er verdingt sich als Brandwächter auf einem Wachtturm, in Gesellschaft einzig von einem altersschwachen Esel und einem zugelaufenen Hund. Er begegnet modernen Pilgern, verirrten Bikern, trommelnden Sinnsuchern, verlorenen Seelen des turbokapitalistischen Zeitalters und traumatisierten Kämpfern aus dem Jugoslawienkrieg - Tätern wie Opfern. Die Monate der Einsamkeit auf dem Berg krempeln sein Leben völlig um, und er erlebt einen tiefen inneren Wandel.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2021

Rezensent Tilman Spreckelsen ist mit Ivica Prtenjacas Roman zur Weltflucht auf eine kleine kroatische Insel aufgebrochen, um zu erfahren, dass die vollkommene Lösung von allem doch nur eine Illusion ist. Erzählt wird die Geschichte eines vierzigjährigen Fernsehautors, der nach Scheidung und beruflichem Überdruss einen Job als Brandwächter auf einer Insel annimmt, über sein Dasein sinniert, Natur, Menschen und Morde beobachtet und die eigene Vergangenheit doch nicht ganz los wird, resümiert der Kritiker. Dem Rezensenten scheint die Mischung aus "nüchternem" Erzählton und flirrenden Bildern jedenfalls gefallen zu haben.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 05.03.2021

Rezensent Jörg Plath ist angetan von der Ruhe, mit dem der kroatische Autor Ivica Prtenjača in seinem ersten auf Deutsch erschienenen Roman von einem Weltflüchtling erzählt, der sich nach seiner Scheidung und Kündigung auf eine kroatische Insel zurückzieht und dort als Brandwächter verschiedene Begegnungen macht. "Angenehm unaufwändig" und frei von literarischen Verweisen, so Plath, zeichne der Autor den allmählichen Entrückungsprozess des Mannes nach; weg vom Durchspielen des Vergangenen hin zu einer ruhigen Wahrnehmung der Gegenwart, die "nichts bedeuten will", staunt der Kritiker.
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